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Gruppenkohomologie ist ein technisches Werkzeug der Mathematik, das ursprünglich der Untersuchung von Gruppen diente, später aber auch insbesondere in der Topologie und Zahlentheorie Anwendungen fand.
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Es sei eine endliche Gruppe. Der Funktor von der Kategorie der -Moduln in die Kategorie der abelschen Gruppen, der einem Modul die Untergruppe der unter invarianten Elemente zuordnet, ist linksexakt. Seine n-te Rechtsableitung ist die n-te Kohomologiegruppe von mit Koeffizienten in einem -Modul .
Die Gruppenkohomologie kann auch mithilfe des Funktors Ext definiert werden:
dabei ist der Gruppenring von und mit der trivialen -Operation versehen.
Aus der Beschreibung mithilfe des Funktors Ext ist ersichtlich, dass die Gruppenkohomologie mithilfe einer einmal gewählten projektiven Auflösung des trivialen -Moduls berechnet werden kann. Sie kann als explizit angegeben werden:
dabei ist
d.h. Index wird ausgelassen.
Die Gruppenkohomologie ist dann die Kohomologie des Komplexes mit
und
Die Elemente dieses Komplexes heißen homogene Koketten.
Die Bedingung der -Invarianz der Koketten erlaubt es, die Zahl der Kopien von um eins zu senken: die Gruppenkohomologie kann auch über den Komplex der inhomogenen Koketten definiert werden:
und
Beispielsweise ist
Die inhomogenen 1-Kozykel
heißen verschränkte Homomorphismen.